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Gemeinde-Partnerschaft mit Salesje im Kaliningrader Gebiet

RSSPrint

Seit dem Jahr 2004 besteht nun schon unsere Gemeindepartnerschaft mit Christen in dem kleinen Ort Salesje (wörtlich übersetzt: hinter dem Wald).

Salesje befindet sich im Kaliningrader Gebiet. Dieses Gebiet ist ein ehemaliges militärisches Sperrgebiet, das nach dem Krieg von der Sowjetunion auf dem Gebiet des damaligen Ostpreußens errichtet wurde. Die deutsche Bevölkerung wurde, soweit sie nicht geflohen war, 1948 nach Deutschland ausgesiedelt. Hier lebten fortan Sowjetbürger, die mit märchenhaften Versprechungen angelockt wurden. Die Wirklichkeit sah anders aus. Die ersten Jahre nach dem Krieg sind für die Neusiedler sehr schwer gewesen.

In den Jahren nach der Wende 1989 siedelten sich hier immer mehr sogenannte Russlanddeutsche an. So kam es auch dazu, dass evangelische Christen ins Kaliningrader Gebiet zogen, die auch in Salesje eine eigene Gemeinde gründeten. Unterstützt wurden sie von der Propstei in Kaliningrad. Die neu gebaute Auferstehungskirche in Kaliningrad (ehem. Königsberg) sollte ein Zeichen setzen, dass auch hier evangelische Christen ihren Glauben leben wollen. Diese Kirche wurde von der Nordkirche gebaut und auch das entsprechende Personal eingesetzt und bezahlt.

Als unser Gemeindezentrum vor 30 Jahren eingeweiht wurde, waren unsere Partnergemeinden aus Gelsenkirchen und Dortmund-Hombruch bei uns zu Gast. Sie hatten uns in vielfältiger Weise beim Gemeindeaufbau unterstützt. Anfang der 90er Jahre schien es uns, dass es nun darauf ankäme, Richtung Osten weiterzugeben, was wir für die Gemeindezukunft aus der gegenüberliegenden Himmelsrichtung empfangen hatten. Zunächst führte uns die Suche zu einer evangelischen Gemeinde im polnischen Katowice (Kattowitz). Aber es zeigte sich schon bald, dass die Verbindungen aus dieser Bergarbeiterstadt ins Ruhrgebiet intensiver wurden. Wir baten daraufhin das Gustav-Adolf-Werk, uns eine evangelische Gemeinde im Osten für eine Partnerschaft zu vermitteln, die wir mit einer Tagesreise per PKW erreichen könnten. So kamen wir zur Gemeinde nach Salesje. Der GKR hat dann beschlossen, diese Partnerschaft aufzunehmen. 2004 haben wir mit einer abenteuerlichen Fahrt nach Salesje ohne eine konkrete Zieladresse die Partnerbeziehung begonnen. Seitdem haben wir uns wechselseitig einmal im Jahr besucht und kennen gelernt. Wir versuchen die Gemeinde zu unterstützen, in dem wir das Gemeindehaus mit unseren Spenden und auch mit handwerklicher Tätigkeit helfen zu erhalten. Hier finden die Gottesdienste statt. Jedes Mal, wenn wir zu Besuch sind, erleben wir eine große Gastfreundschaft. Sie lässt auch die Sprachbarriere vergessen. Oftmals waren russisch sprechende Gemeindeglieder aus unserer Hellersdorfer Gemeinde dabei, die für uns übersetzt haben.

Die ehemalige deutsche Kirche (1846 eingeweiht) in Salesje ist leider eine Ruine. Sie gehört der orthodoxen Kirche.

Unsere letzte Fahrt nach Salesje war im Jahr im 2019. Zum ersten Mal ist unser neuer Pfarrer Nico Vajen mitgefahren. Auf der Fahrt haben wir beschlossen, uns alle 2 Jahre gegenseitig zu besuchen. Leider machte hier Corona einen Strich durch die Rechnung. Wir hoffen, dass wir uns 2022 wieder sehen. Elena Ertus, die Gemeindeleiterin in Salesje, hat eine Einladung an uns ausgesprochen.

Letzte Änderung am: 30.09.2021