Kirchenkreis Lichtenberg-Oberspree

Was ist eigentlich ... ein Kirchenkreis?

Ein Blick in die Grundordnung unserer Landeskirche - unsere "Verfassung" - lohnt sich: Artikel 39 beschreibt, was ein Kirchenkreis ist. Was steht drin?

Ein Kirchenkreis hat zuerst einmal, wie jede Kirchengemeinde auch, die Aufgabe, die Botschaft von Jesus Christus weiterzusagen. Er ist also die geistliche Gemeinschaft seiner Kirchengemeinden und seiner Mitarbeitenden. Weil wir in dieser Welt unterwegs sind, ist ein Kirchenkreis auch eine Verwaltungs- und Rechtsgemeinschaft: In seinem Bereich ist er das Bindeglied zwischen der Landeskirche und den Kirchengemeinden.

Im Mittelpunkt steht die Weitergabe der aus den Kirchensteuern seiner Mitglieder zur Verfügung stehenden Gelder. Die Finanzverordnung der Landeskirche und die Finanzsatzung des Kirchenkreises regeln die Verwendung dieser Mittel in den Kirchengemeinden: für Personalausgaben (75 Prozent), Sachausgaben (12 Prozent) und Bauausgaben (13 Prozent).

Noch ein bisschen Statistik: Der Kirchenkreis Lichtenberg-Oberspree umfasst rund ein Drittel des Berliner Stadtgebietes und "ragt" auch nach Brandenburg hinein. In 24 Kirchengemeinden leben etwas mehr als 60.000 Gemeindeglieder. 39 Kirchen und Kapellen gibt es in den Gemeinden, 18 Kindertagesstätten und 22 Friedhöfe.

Aufgaben und Funktionen

Die Kirchengemeinden und alle Mitarbeitergruppen haben an der Leitung des Kirchenkreises in der Kreissynode (Synode = gemeinsamer Weg) teil. Die bzw. der Präses leitet die Kreissynode. Diese tagt in der Regel zweimal im Jahr.

Die Kreissynode beschließt etwa den Haushalt und bestimmt die wichtigen inhaltlichen Grund-linien. Auf der Homepage des Kirchenkreises www.kklios.de finden Sie unter den Stichworten "Kirchenkreis" und "Kreissynode" diejenigen Gemeindeglieder, die aus ihrer Kirchengemeinde in die Synode gewählt worden sind - und alle anderen Mitglieder natürlich auch.

Die Leitung des Kirchenkreises obliegt dem Kreiskirchenrat. Er trifft sich in der Regel einmal im Monat. Er nimmt, so heißt es in der Grundordnung, "die Aufgaben der Kreissynode zwischen deren Tagungen wahr und achtet darauf, dass die Aufgaben des Kirchenkreises (...) erfüllt werden." Der Kreiskirchenrat entscheidet unter anderem über Bauzuschüsse, Sachmittel und Personalfragen in den Gemeinden im Rahmen der Ordnungen, die von unserer Synode beschlossen wurden. Der Superintendent (lat. = der die Aufsicht führt) ist der Vorsitzende des Kreiskirchenrates. Er hat die Dienstaufsicht über die Pfarrerinnen und Pfarrer sowie die anderen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Kirchenkreises und vertritt den Kirchenkreis nach außen.

Angebote und Dienstleistungen des Kirchenkreises

Auch hier lohnt sich ein Blick auf die Homepage www.kklios.de: Unter "Arbeitsfelder" finden sich Angebote und Dienstleistungen. Wussten Sie zum Beispiel, dass der Kirchenkreis zwei wunderbare Freizeitheime hat, die von den Gemeinden für Freizeiten und Rüsten gebucht werden können? Sie sind in Altbuchhorst (am Möllensee) und in Wanzka (in Mecklenburg-Vorpommern).

Weitere Beispiele:

Die Jugendarbeit begleitet etwa den Kreisjugendkonvent und organisiert die regionale Konfi-Nacht.

Sechs Krankenhausseelsorger*innen des Kirchenkreises tun unter anderem im Sana Klinikum Lichtenberg, im Vivantes Klinikum Kaulsdorf und im Unfallkrankenhaus Berlin-Marzahn ihren Dienst.

Der Kirchenkreis organisiert die fachliche Begleitung der Erzieher*innen und Katechet*innen. Die Kirchenmusik unterstützt die Kantor*innen. Die Posaunenarbeit schult Einsteiger und Chorleiter. Wer wissen möchte, wie man eine Pressemitteilung schreibt, kann sich an die Öffentlichkeitsarbeit wenden. Und herzlich eingeladen sind all diejenigen, die sich an den Partnerschaften des Kirchenkreises in Indien und Swasiland beteiligen möchten.

Jürgen Bosenius

Öffentlichkeitsbeauftragter des Kirchenkreises

Weitere Informationen: www.kklios.de