Gemeindekirchenratswahl 2019

Am 3. November ist es wieder so weit - es findet die Wahl zum Gemeindekirchenrat (GKR) statt und alle Gemeindeglieder haben die Möglichkeit, darüber zu entscheiden, wer zur Gemeindeleitung gehören soll. Demokratische Strukturen und Aufgabenteilung sind wichtige Prinzipien der Evangelischen Kirche. An dieser Stelle möchten wir ein paar Fragen zur Wahl und zum GKR klären.

Wer gehört zum GKR?

Der GKR besteht aus den so genannten "Ältesten", die für sechs Jahre von den Gemeindegliedern in dieses Amt gewählt werden. Ersatzälteste werden die Kandidaten, die nicht gewählt wurden, aber mindestens 5 % der abgegebenen Stimmen erhalten haben. Sie bleiben für drei Jahre im Amt. Außerdem ist der Gemeindepfarrer stimmberechtigtes Mitglied im GKR.

Was sind die Aufgaben des GKR?

Was viele nicht wissen: Der GKR ist die geistliche Leitung einer Gemeinde, auch wenn er im Alltag mehr wie ein Verwaltungsorgan erscheint. Der GKR verantwortet die Planung und Gestaltung des Gemeindelebens: von den Gottesdiensten bis zur Öffentlichkeitsarbeit, von der Arbeit mit Kindern und Jugendlichen bis zur Seniorenarbeit, vom Besuchsdienst bis zum Gesprächskreis. Der GKR stellt berufliche Mitarbeiter*innen an, beauftragt die Ehrenamtlichen, und nimmt deren Begleitung und Dienstaufsicht wahr. Der GKR ist zuständig für die Verwaltung der kirchlichen Gebäude und Grundstücke sowie für den Haushaltsplan der Gemeinde.

Welche Unterstützung gibt es für die GKR-Mitglieder?

Als erstes sind natürlich die erfahrenen GKR-Mitglieder zu nennen, die schon länger im Amt sind. Auf der Ebene der Kirchenkreise gibt es Ämter und Einrichtungen, die den GKR bei der Wahrnehmung seiner Aufgaben unterstützen, zum Beispiel das Kirchliche Verwaltungsamt, das Fragen im Blick auf Finanzen, Haushalt und Personal beantwortet. Das Amt für kirchliche Dienste (AKD) in der EKBO bietet Fortbildungen für Älteste sowie das "Handbuch für den Gemeindekirchenrat" an.

Wie arbeitet der GKR?

In der Regel tagt der Gemeindekirchenrat einmal im Monat. Der GKR bildet Ausschüsse, die die Hauptsitzung in bestimmten Teilbereichen - zum Beispiel Personal, Finanzen, Bau, Öffentlichkeitsarbeit - vorbereiten und entlasten. Daneben hat es sich bewährt, wenn im GKR Ansprechpartner*innen für einzelne Arbeitsbereiche benannt werden. Sie halten den persönlichen Kontakt zum Beispiel zur Kita oder zum Schülerzentrum. Die GKR-Mitglieder teilen sich die Aufgabe der sonntäglichen Küsterdienste, d.h. sie sind für bestimmte Aufgaben im Gottes-dienst zuständig - z.B. Begrüßung der Besucher, liturgische Lesungen, Kollektesammeln.

Gibt es Voraussetzungen für die Mitarbeit im GKR?

Laut Ältestenwahlgesetz können Gemeindeglieder, die "konfirmiert oder in anderer Weise mit den Grundlagen des christlichen Glaubens und des kirchlichen Lebens vertraut gemacht" wurden, für das Ältestenamt kandidieren. Wichtig ist vor allem, dass GKR-Mitglieder im Leben der Gemeinde stehen, Interesse an der Arbeit und den Menschen zeigen, ansprechbar sind und ihre persönlichen Möglichkeiten und Grenzen gut einschätzen können.

Was ist wichtig für die Wahl in Hellersdorf?

Durch den dreijährigen Wahlturnus wird in unserer Gemeinde bei jeder Wahl nur die Hälfte des GKR neu besetzt. Am 3. November werden drei GKR-Mitglieder und bis zu vier Ersatzälteste gewählt. Um eine echte Wahl zu ermöglichen, ist es erforderlich mehr Kandidaten zu haben, als Älteste gewählt werden müssen. Haben Sie Interesse, sich in der Gemeindeleitung zu engagieren, oder möchten Sie eine geeignete Person vorschlagen, dann melden Sie sich im Gemeindebüro oder sprechen ein GKR-Mitglied an. Bis zum 19. August müssen die Wahlvorschläge eingegangen sein.